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Lenin im Spiegel

Verfasst von Benni am Dezember 17, 2007

Mein Nachbar hatte einen Spiegel doppelt und da ich ja gerade mit großem Erkenntnisgewinn Bini Adamsczaks Buch über die Niederlage des Kommunismus in Gestalt des Leninismus und Stalinismus in Russland gelesen hatte und auf dem Titelbild ein großer Lenin prangte, musste ich dann doch mal reingucken. Diese völlig unterschiedlichen Weltsichten sind schon interessant. Beim Spiegel gehts nicht um den Kommunismus sondern nur darum wie und warum ausgerechnet der Erzfeind der Kommunisten, Kaiser Wilhelm, die Oktoberrevolution zum Teil finanziert und ermöglicht hat. Bei Adamsczak geht es darum, warum das Ausbleiben der Revolution in Deutschland für Lenin ein Problem war und im Spiegel darum, warum gerade dieses sie überhaupt erst ermöglicht. Lustig.

Noch lustiger fand ich dann die nur nebenbei vermerkte Anekdote, dass Lenin noch Anfang 1917 davon ausgegangen war, dass seine Generation die Revolution nicht mehr erleben wird. Auf eine Art hat er Recht gehabt…

Eine Antwort zu “Lenin im Spiegel”

  1. Bini Adamczak “Gestern morgen”

    >>Nicht in absoluten Zahlen, natürlich, aber in relativen waren die Opfer des stalinistischen Terrors häufiger in dessen eigenen Reihen, umso gefährdeter, je näher am Zentrum sie waren. Die Wahrscheinlichkeit der Verhaftung stieg mit dem Eintritt i…

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