Verfasst von Benni am September 19, 2008
Ich versuche ja gerade daran zu arbeiten, das Familieneinkommen mal wieder etwas aufzubessern. Anlässlich dessen habe ich auch mein Gulp-Profil aktualisiert. Gulp ist ja ein super Tool für IT-Freiberufler aber zumindestens heute wirklich schnarchlangsam (btw: falls jemand weiss, ob und wie ich das Profil verlinken kann, bitte melden). Beim rumklicken stoße ich dann auch noch auf so eine Aussage in einem Interview:
GULP: Und wie schaut der Markt für Teilzeitkräfte aus?
Herr Porger: Der ist verschwindend klein und wird es wohl in absehbarer Zeit auch bleiben. Dies gilt insbesondere für Aufträge aus dem Bankensektor, die in aller Regel eine tagesfüllende Beschäftigung bieten.
Tja, da hab ich wohl geloost als jemand der auf Teilzeit angewiesen ist und in Frankfurt wohnt, wo gefühlte 80% aller Aufträge aus dem Finanzsektor kommen. Jemand eine Idee für Plan B?
Aber bei Gulp kann man neben solchen deprimierenden Aussagen auch interessante Erkenntnisse gewinnen. So habe ich da in ihrem „Trend Analyzer“ jetzt gelernt, dass Perl und Ruby in Süddeutschland angesagt ist, aber Python in Norddeutschland. Das klingt logisch: Perl ist eindeutig eine katholische Programmiersprache, Python und Ruby sind evangelisch. Hier opulente Vielfalt und die Gelegenheit zu sündigen an jeder Ecke aber auch die Möglichkeit zu beichten („use strict“) und dann ist auch gut. Dort Prinzipientreue („Alles ist ein Objekt“) und Disziplinierung durch Einrückzwang. Karneval ist schliesslich auch katholisch. Und Handstände?
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Verfasst von Benni am Dezember 18, 2007
Es gibt da eine ganz komische Magie der Problemlösung. Am häufigsten merke ich das beim Programmieren. Ich quäle mich mit einem Problem rum, mal Minuten, mal Tage, mal sind es einfache Probleme, mal schwere. Irgendwann komme ich an einen Punkt, an dem ich nicht mehr weiter komme und mir fachmänische Hilfe suche. Ich frage also irgendjemanden, von dem ich meine dass er oder sie mir helfen könnte, weil er oder sie sich besser mit diesem speziellen Problem oder dieser speziellen Programmiersprache auskennt. Ganz oft ist das dann schon der Moment an dem ich selbst die Lösung finde. Scheinbar löst schon das Sich-eingestehen der Unvollkommenheit und der Hilfebedürftigkeit oft die Denkblockade auf, was immer das auch gerade gewesen sein mag. Vielleicht ist es nur ein Spezialfall des Problems, dass man etwas erst dann erreicht, wenn man es nicht mehr ums verrecken erreichen will (das meinte Frauke). Oder ich muss einfach früher fragen (das meinte Thomas). Geht euch das auch manchmal so (sei es jetzt beim Programmieren oder bei irgend etwas anderem) oder ist das eine spezielle Benni-Krankheit?
And now to something completely different: In einem Blog-Eintrag zum Thema „Programmieren und Magie“ darf der Hinweis natürlich nicht fehlen, dass Perl, die erste potstmoderne Programmiersprache (und immer noch ungeschlagene Führerin in dieser Disziplin), heute 20 Jahre alt wird! Ganz schön alt fühlt man sich da…
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