Die Leiden mit dem jungen V.

Leider bin ich ja aufgrund meiner Arbeit drauf angewiesen mit Windows zu arbeiten. Naja, gibt schlimmeres, man gewöhnt sich an alles und schließlich bin ich ja käuflich. In meiner vollkommenen Naivität hab ich gedacht, Windows mag zwar nicht das Tollste sein, aber wenn schon, dann nehm ich das Neueste. Also installierte ich mir Windows Vista 64 bit. Und damit begann ein langer Leidensweg…

Eigentlich könnte man meinen, dass die neue Version einer Software zumindestens nicht wesentlich schlechter ist als die alte. Aber inzwischen weiß ich: Das gilt überall, nur nicht bei Microsoft. Man kann ja über Windows meckern wie man will aber bis XP haben sie es immerhin noch geschafft, dass die jeweils neuere Version nicht deutlich schlechter war und zumindestens einige Verbesserungen mitgebracht hat. XP war dann sogar irgendwann halbwegs benutzbar. Irgendwer in der Beschwerdeabteilung von Microsoft muß sich gedacht haben, dass das nicht so bleiben konnte und hat uns deswegen mittels einer undurchschaubaren Firmenintrige Vista beschert. Douglas Adams zeigt sich mal wieder in all seinem Genie: Er hat ja bekanntlich am Beispiel der von ihm erfundenen Sirius Cybernetic Cooperation  vorrausgesehen, dass bald nur noch die Beschwerdeabteilungen Gewinn machen werden. Irgendwer bei Microsoft hat das Buch wohl auch gelesen. Ein Fall einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Dummerweise auf meinem Rücken!

Nun gut, langsam hab ich mich schon an den absurden allgegenwärtigen willst-du-das-auch-wirklich-Modus gewöhnt. Es dauert halt alles ein bisschen länger und hey – das gibt einem immerhin das Gefühl gebraucht zu werden. Schon ärgerlicher ist, dass so gut wie keine Software auf dieser Mistkiste läuft. Wenns denn mal eine Vista-Version gibt, dann läuft sie garantiert nicht mit 64 bit und CDs brennen wird wohl für immer unmöglich bleiben. Und WoW ruckelt auch, dabei waren doch die Spiele immer der einzige Grund für Windows!

Soweit die Vorgeschichte. Nun sagte mir mein Auftraggeber, ich soll mir mal einen VPN-Zugang in ihr Firmennetz legen. Ok, der erste Versuch scheitert erwartungsgemäß: Der Cisco-Client läuft nicht mit  64 bit. Dann wurden wir kreativ: Ich wollte mir heute VMware Server installieren um dann über meine Linux-Partition mit dem Linux-Client von Cisco ins VPN zu kommen… ihr ahnt das Ergebnis wohl schon: VMware Server läuft nicht.

Das einzige was jetzt noch bleibt ist wahrscheinlich das Virtualisierungstool von Microsoft, das aber natürlich kein Linux kann, womit ich gezwungen werde mein geliebtes Ubuntu mit XP zu überbraten. Danke, Microsoft! Selten so gehasst.

Falls irgendwer eine Idee hat, wie ich aus diesem Dilemma rauskomme: Bitte melden! Einfach XP drüberbratzeln wäre sehr aufwendig, weil sich halt inzwischen schon einiges auf dem Rechner angesammelt hat.

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One Comment on “Die Leiden mit dem jungen V.”

  1. […] von Benni am März 25, 2008 Leider haben die Leiden eine Fortsetzung […]


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