Ein Erfolgsteam stellt sich vor

Peter plus KeksHeute mal wieder ein ganz anderes Thema. Vorgestern haben wir uns nämlich mit unserer GoBundesliga-Mannschaft zu unserem dritten internen Mini-Turnier getroffen. Das will ich mal zum Anlass nehmen uns hier ein bisschen zu präsentieren.

Wir spielen zwar erst im zweiten Jahr mit, reiten aber auf einer ziemlichen Erfolgswelle. Den Aufstieg von Liga 5 in Liga 4 haben wir letztes Jahr allerdings nur denkbar knapp geschafft. Ohne ein Jigo (so nennt man im Go ein Unentschieden und das ist sehr selten) im richtigen Moment würden wir dieses Jahr immer noch in der Kellerrunde mitspielen. Zunächst dachte ich ja, dass wir dann in Liga 4 ziemlich untergehen, weil wir da nach nomineller Spielstärke eher im unteren Drittel rangieren. Ich wäre schon froh gewesen, wenn wir nicht direkt wieder absteigen.

Aber es kam anders. Seit dem letzten Spieltag sind wir Tabellenführer! Hurra! Es sind nur noch drei Partien zu spielen und sogar ein direkter Weiteraufstieg scheint auf einmal möglich.
Leider hab ich selbst so gut wie garnichts dazu beitragen können. Ich spiele nur noch als Ersatzspieler mit und meinen einzigen Einsatz hab ich auch noch verhauen. DichiDas ist allerdings einer der großen Vorteile eines solchen Mannschaftswettbewerbs: Selbst wenn man verliert, sorgt man noch dafür, dass der nächste in der Reihe einen schwächeren Gegner kriegt und größere Siegchancen hat. Man hat also immer Grund, sich einen Verlust schönzurechnen. Nur Brett 4 kann das dann nicht mehr. Aber da bei uns auf Brett 4 ja oft unser Joker Peter spielt, haben wir da auch kein Problem, denn der ist seit sagenumwobenen 17 Spielen nicht nur ungeschlagen sondern immer siegreich geblieben und die Dan-Spieler mussten sich ihm schon reihenweise geschlagen geben, obwohl er selbst eigentlich nur 2kyu spielt.

Er präsentiert sich hier oben mit einer Packung leckerer Kinderarbeit-Kekse. Zu seiner Ehrenrettung muß ich wohl gestehen, dass ich sie gekauft und mitgebracht habe und ihm direkt vor dem Foto in die Hand gedrückt hab. Wie man sieht, scheints ihn trotz allem glücklich zu machen.

Elke ohne Keks

Zur Feier unserer neuen Pool-Position haben wir uns dann auch gleich entschlossen, dass wir nächste Saison mit einer zweiten Mannschaft antreten wollen. Ein bisschen Verstärkung haben wir schon, aber wir könnten durchaus noch ein paar Leute gebrauchen. Also, wenn ihr ein bisschen Go spielen könnt, idealerweise im Rhein-Main-Gebiet wohnt und ca. einmal im Monat online eine Turnierpartie spielen wollt, dann meldet euch.

Als nächsten möchte ich euch unseren Lehrer und Brett-1-Verteidiger Dichi vorstellen, ohne den wir ganz sicher nicht einen so grandiosen Start hingelegt hätten. Nicht nur, dass er mit Abstand unser bester Spieler ist (3-4 Dan), sondern er ist auch unermüdlich im Kommentieren und spielt regelmäßig mit einigen von uns, damit wir uns verbessern können.

Schließlich darf natürlich die Turniersiegerin Elke nicht fehlen in dieser Hall of Fame. Außer mir hat sie alle weggeputzt und ich hab sonst fast alles verloren. Das ist also ein sehr vielversprechender Neuzugang!

Schwarz am Zug und lebt

In meiner Partie gegen Dichi gab es außerdem noch ein nettes Problem zu lösen. Das zum Abschied für die Go-Spieler unter den Lesern: Schwarz am Zug und lebt. Ich konnte es selbst nicht glauben, diesen Zug gefunden zu haben. Tatsächlich war es aber eigentlich nur Verzweiflung. Alle andere Züge gehen nicht, also musste ich wohl mal den versuchen. Mehr Glück als Verstand. Unter den Einsendern der richtigen Lösung verlose ich eine VIP-Karte für unser nächstes Match. Erlebt uns hautnah bei einem Aufenthalt in unserer Kabine direkt vor und nach dem Spiel!

Zum Schluss als fast alle schon gegangen waren bot sich noch ein historischer Anblick und die nächste Generation konnte beim Ausknobeln neuer Eröffnungsstrategien beobachtet werden. Wer weiß, vielleicht wird man eines Tages von der „Hofheimer Eröffnung“ sprechen? Neu ist der Zug auf der zweiten Reihe auf jeden Fall. Heute mögen wir über so etwas lachen, aber Anfang des 20. Jahrhunderts hat auch niemand auf 4-4 eröffnet.

Nachwuchs mit Keks (im Bauch)

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One Comment on “Ein Erfolgsteam stellt sich vor”

  1. Benni sagt:

    Es ist vollbracht. Wir sind tatsächlich aufgestiegen in Liga 3 und das ohne Niederlage und mit 2 Punkten Vorsprung. Außerdem sieht es sehr danach aus, als könnte es eine neue zweite Mannschaft geben. Dann werde ich wohl auch wieder öfter rann müssen.


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