GEZ-Gangster unterwegs

Gestern klingelte es bei mir an der Tür:

Tür:  „Hallo, lassen sie mich bitte rein.“

Ich:  „Wer ist denn da?“

Tür:  „xxx, ich habe einen amtlichen Auftrag.“

Ich:  „Was wollen sie denn?“

Tür:  „Lassen sie mich bitte rein, ich muß einen amtlichen Auftrag ausführen.“

… und noch so ein paar Mal… und dann irgendwann:

Ich:  „Von welchem Amt sind sie denn?“

Tür:  „Es geht um ihre Rundfunkgebühren.“

Ich: „Kein Interesse.“

und legte auf. Dabei bezahlen wir sogar! Was für ein unwürdiges Verhalten. Dieser ganze GEZ-Scheiß ist so absurd. Ein typisches Beispiel eines Themas das absolut reformüberfällig ist, weil es aus einer Zeit stammt, als Radio und vor allem Fernsehen noch ein Luxus war. Aber da traut  sich niemand ran, weil zu viele Interessen im Spiel sind. Das Gesundheitssystem der Medienlandschaft sozusagen. Und für beide gäbe es dabei eine so einfache und völlig naheliegende Lösung: Steuerfinanziert und gut ist.

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8 Kommentare on “GEZ-Gangster unterwegs”

  1. verschnaufpause sagt:

    Word! 😉

  2. Benni sagt:

    @Pause: Hä? Muss ich das verstehen? Ist das eine Andeutung? Nur für Insider? Hab ich was falsch gemacht? …

  3. verschnaufpause sagt:

    „Word (oder auch: „Wort drauf“) – dies ist entweder eine Kurzform für „Ich schwöre“, wenn man eine eigene Aussage damit abschließt, oder eine Zustimmung oder ein Beipflichten, wenn ein anderer eine Aussage damit kommentiert. Oft auch „Word Up“ (z. B.: „Word up dog!“ – „Genau Alter!“ oder „Word Is Bond [Son]“). Als Frage betont am Ende einer eigenen Aussage auch die Bitte um Zustimmung“ Quelle: Wikipedia
    🙂

  4. Benni sagt:

    @Pause: Oh, danke für die Aufklärung, das kannte ich noch nicht.

  5. 1000sunny sagt:

    Steuerfinanziert? Wo ist denn da der Vorteil. Dass man sich nicht mehr wehren kann?
    Ich gehe mal von der Theorie aus, dass: je weniger man fernsehschaut, desto mehr verdient man. Also je weniger man schaut, desto mehr zahlt man.
    Ich habe einen alternativen Vorschlag: GEZ auflösen, öffentlich rechtliche auflösen.

  6. Benni sagt:

    @sunny: Ich bin von der Annahme ausgegangen, dass man den öffentlich rechtlichen Rundfunk für erhaltenswert findet. Tatsächlich finde ich, dass dieser noch immer trotz aller Verflachung ein interessanteres Programm, dass in weiten Teilen werbefrei ist, bietet als die Privaten, obwohl sie sich alle Mühe geben sich dem Niveau anzupassen. Ja, und es gibt auch Fälle wo es umgekehrt ist, aber wenige.

    Und zu Deiner Theorie: Ich gucke fast kein Fernsehen und verdiene fast nix. Und ich kenne Leute, die gucken noch weniger und verdienen noch weniger. Also ist sie wohl schon widerlegt 😉

  7. 1000sunny sagt:

    OK. Die Theorie hakt. Vielleicht die Umkehrung: Ab einer bestimmten Verdienstmenge kann man sich Fernsehschauen gar nicht mehr leisten??? Stimmt aber auch nicht, wenn Du Stefan Raab als Beispiel anbringst. Ja, die Theorie ist Mist. Ich geb’s ja zu. Vielleicht sollte man Geld verdienen ersetzen durch Werte produzieren. Aber was für Werte produzierst Du denn? 🙂

  8. romanmoeller sagt:

    Also ich finde den öffentlich-rechtlichen Rundfunk äußerst sehenswert! Ohne Arte, Pheonix und 3Sat würde ich fast überhaupt kein Fernsehen schauen. Solange bei diesen Kanälen (und im Rundfunkbereich bei Deuschlandfunk und DeutschlandRadio Kultur) nicht gespart wird, zahle ich gerne weiter GEZ.

    Was natürlich absurd, peinlich und unwürdig ist, sind die Methoden, mit denen man „freundlich gebeten“ wird, seine Rundfunkgeräte anzumelden – egal, ob man dies schon getan hat oder nicht. Und dann darf man natürlich nicht vergessen, das schon Leute abgemahnt worden sind, weil sie das Wording der GEZ nicht eingehalten haben. Sowas albernes! Als ob das über das eigentliche Problem hinwegtäuschen würde.


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