There’s probably no money…

Ihr habt ja sicher schon von der lustigen Atheistenkampagne in London und anderen europäischen Stätten gehört. Jetzt kann man in diesem Stil seinen eigenen Slogan auf einen virtuellen Bus schreiben. Hier mein Beitrag:

there is probably no money

there is probably no money

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Abgründe bei der Jobsuche

Ich versuche ja gerade daran zu arbeiten, das Familieneinkommen mal wieder etwas aufzubessern. Anlässlich dessen habe ich auch mein Gulp-Profil aktualisiert. Gulp ist ja ein super Tool für IT-Freiberufler aber zumindestens heute wirklich schnarchlangsam (btw: falls jemand weiss, ob und wie ich das Profil verlinken kann, bitte melden). Beim rumklicken stoße ich dann auch noch auf so eine Aussage in einem Interview:

GULP: Und wie schaut der Markt für Teilzeitkräfte aus?
Herr Porger: Der ist verschwindend klein und wird es wohl in absehbarer Zeit auch bleiben. Dies gilt insbesondere für Aufträge aus dem Bankensektor, die in aller Regel eine tagesfüllende Beschäftigung bieten.

Tja, da hab ich wohl geloost als jemand der auf Teilzeit angewiesen ist und in Frankfurt wohnt, wo gefühlte 80% aller Aufträge aus dem Finanzsektor kommen. Jemand eine Idee für Plan B?

Aber bei Gulp kann man neben solchen deprimierenden Aussagen auch interessante Erkenntnisse gewinnen. So habe ich da in ihrem „Trend Analyzer“ jetzt gelernt, dass Perl und Ruby in Süddeutschland angesagt ist, aber Python in Norddeutschland. Das klingt logisch: Perl ist eindeutig eine katholische Programmiersprache, Python und Ruby sind evangelisch. Hier opulente Vielfalt und die Gelegenheit zu sündigen an jeder Ecke aber auch die Möglichkeit zu beichten („use strict“) und dann ist auch gut. Dort Prinzipientreue („Alles ist ein Objekt“) und Disziplinierung durch Einrückzwang. Karneval ist schliesslich auch katholisch. Und Handstände?


Microsoft ist doch böse

Leider haben die Leiden eine Fortsetzung erfahren:

Bisher hab ich ja immer vertreten, dass man Microsoft nicht aus moralischen Gründen meiden sollte. Schließlich machen die auch nur ihren Job. Und der Job eines Monopolisten ist es natürlich möglichst viel Profit aus ihrem Monopol zu schlagen. Thats capitalism, stupid.

Heute bin ich eines Besseren belehrt worden. Denn mir fällt kein anderer Grund als simple Bosheit ein, der folgendes Verhalten von Windows-XP erklären könnte:

Wenn man XP installiert wird erst der Bootsektor überschrieben und dann nach dem Lizenz-Code gefragt.

Mit anderen Worten: Wenn die Lizenz-Abfrage scheitert hat man einen Computer, der weder das neue Betriebssystem noch irgendein altes, was schon drauf war starten kann.

Ich hab dabei sogar einige gültige Lizenzschlüssel ausprobiert, aber die gingen alle nicht aus ungeklärter Ursache. Jetzt muss ich warten, bis ich eine neue Version per Post kriege und kann solange meinen Laptop nicht benutzen. Dass ich so lange nicht arbeiten kann, könnte ich ja nun wirklich verschmerzen, aber heute abend nicht WoW zocken zu können, wo ich doch endlich mal ein bisschen Zeit habe, das nehme ich persönlich, Microsoft.

Falls jemand weiß, wie ich mit Knoppix und Lilo oder sowas in der Art die alte Vista-Partition wieder aktivieren kann, der möge sich melden, ich hab nach ein paar Stunden genervt aufgegeben.


Berlin: Demonstration gegen den Zwang zur Lohnarbeit

Die Surfpoeten rufen wie auch schon letztes Jahr zu dieser unterstützenswerten Demo auf. Diesmal macht sogar die Springerpresse dafür Werbung. Wer hätte das gedacht? Also auf zum „Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen“, ihr Berliner. Für mich ist das leider zu weit. Aber wenn jemand für nächstes Jahr in Frankfurt was ähnliches auf die Beine stellen möchte, könnte ich mir durchaus vorstellen da mitzuwirken. (Via Schnipselfriedhof)

Treffpunkt ist am 2. Mai, 13:00 Uhr, Senefelder Platz in Berlin.

Zur Einstimmung noch mein Lieblingsvideo von Kloß und Spinne (bitte besonders den Abspann beachten):


WoW: Sucht im Postfordismus, Arbeit im Spiel

So, ich hab es also tatsächlich getan. Ich hab mir wieder eine Gamecard gekauft. Tja, was soll ich sagen, nach kurzer Eingewöhnungszeit war es eigentlich so, als sei ich nie weg gewesen. Zum Glück noch der selbe Character, obwohl Blizzard nur sechs Monate lang das Überleben garantiert. Die selben netten Leute, nur jetzt halt mit ihren Twinks und mit Sprachchat. Letzteres macht natürlich schon ein ganz neues Spielgefühl aus. Man kann sich schneller absprechen, wartet nicht mehr so ewig rum bis alle rumgetippert haben, was jetzt passieren soll. Ein echter Fortschritt (ja, ich weiß, Teamspeak gibts schon länger, hatte ich halt nur nicht). Was auch neu war: Ich hab jetzt einen Rechner, der die Hardwareanforderungen nicht nur gerade so erfüllt und somit die Grafik auch nur gerade so darstellen kann, sondern der fast auf Maximaldetail laufen kann. Das macht auch einen Riesenunterschied, gerade am Anfang, wenn man sich wieder umguckt und später beim Sightseeing (für mich ja eines der wichtigsten Momente bei dem Spiel). Der Wald von Elwyn aus der Vogelperspektive ist eben doch interessanter, wenn man mehr als nur die Baumwipfel sieht. Im eigentlichen Spiel macht es natürlich nicht so einen Unterschied. Den Rest des Beitrags lesen »