WoW-Sucht, ja Bitte!

Telepolis schreibt über „online Sucht“:

Etwas Positives wenigstens hat die Mediensucht, jedenfalls laut dem Schweizer Psychologen Franz Eidenbenz. Der nahm auf der Berliner Konferenz den Begriff Suchtberatung wörtlich und machte die ironische Bemerkung:


Wenn mich jemand fragen würde, was für eine Abhängigkeit soll ich mir zulegen, dann sage ich: Ja, nehmen Sie doch die Online-Sucht! Das ist billig, unauffällig und wirkt auf den ersten Blick positiv, wenn sie stundenlang vor dem Rechner sitzen.

Dem kann ich nur zustimmen. Meine eigenen Erfahrungen mit dieser Droge sind auch sehr positiv. Ich hab mal ein paar Monate lang intensiv World of Warcraft gespielt. Und ich war wohl wirklich ein bisschen süchtig. In der Zeit habe ich vor allem andere freiwillige Aktivitäten eingestellt. Go-Spielen oder bloggen viel da fast völlig aus. Ok, das mit dem „auf den ersten Blick positiv“ funktioniert natürlich nur bei Leuten, die 1. generell mit dem Computer etwas für sie positives verbinden und 2. keinen blassen Schimmer haben, was man damit alles machen kann. Das dürfte eine seltener werdende Mischung sein.

Ich würde etwas anderes in den Vordergrund rücken: Es ist eine extrem „weiche“ Droge in dem Sinn, dass man wirklich leicht wieder runter kommt. Bei mir hat es gereicht, dass ich einmal meinen Account nicht online verlängern konnte, weil gerade ein Server kaputt war. Dann bin ich zufällig im Anschluss ein paar Tage in Urlaub gefahren und hinterher fand ich WoW nur noch langweilig und hatte keine Lust mehr.

Hm, jetzt wo ich so drüber schreib… vielleicht hol ich mir doch mal wieder ’ne Game-Card… Hm… und außerdem garantiert Blizzard nur 6 Monate lang, dass der Charakter nicht gelöscht wird und es wäre doch wirklich schade um meinen Druiden mit seiner lustigen Maske… *zitter* Schließlich kann ich jederzeit wieder aufhören! 😉

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Dealer-Ökonomie

Ein schöner Vortrag von Steven Levitt bei TED.com: Da gibt es ja – wie berichtet – noch andere Vorträge, die Ökonomie in einem ungewohnten Kontext anwenden und dabei zu erstaunlichen Ergebnissen kommen. In diesem Fall geht es um die Ökonomie einer Dealer-Gang. Interessanterweise funktioniert die ziemlich genau so wie die Franchising-Ökonomie von McDonalds nur mit dem Unterschied dass die Ausgebeuteten (hier die Straßendealer) nicht nur verdammt schlecht bezahlt werden sondern zusätzlich auch noch eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit haben dabei drauf zu gehen.