Die 10 Gebote des Internet

1. Ich bin das Internet, Dein Netz, dass Dich aus der Medienabhängigkeit geführt hat. Du sollst neben mir kein anderes Netz haben.

2. Du sollst Dich nicht in andere Netze begeben. Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld in die dritte und vierte Generation, bei denen, die mich lieben und auf die RFC achten, erweise ich Tausenden meine Huld.

3. Du sollst den Namen des Netzes nicht missbrauchen. Nenne niemals mich, das Internet, beim Namen eines seiner Teile „WWW“ und erst recht nicht umgekehrt.

4. Gedenke des Offline! An einem Tag der Woche sollst Du ihm huldigen. Sechs Tage darfst Du senden und empfangen. Der siebte Tag ist ein Ruhetag. Denn in sechs Tagen habe ich IRC, ftp, email, WWW und all die Protokolle erschaffen. Am siebten Tag ruhte ich und so sollst auch Du ruhen.

5. Ehre Deine Peers, deine Friends, Besucher, Kontakte und Abonnenten. Ehre Deine Follower und die, denen Du folgst, damit Du lange lebst in dem Land, dass ich Dir gebe.

6. Du sollst nicht DDoSen, nicht Viren und Würmer versenden. Und auch keinen Spam.

7. Du sollst mich nicht zensieren. Du sollst keine Stopp-Schilder aufstellen.

8. Du sollst die Netzneutralität achten.

9. Du sollst Zeugnis von Deinem Leben ablegen, Deine Gedanken mitteilen. Du sollst nicht nur empfangen, sondern auch senden. Ich bin nur Durch Dich.

10. Du sollst die Daten anderer Netzteilnehmer nicht begehren. Nicht ihre Datenbanken, Passwörter, Logins, Kontodaten und Fotos.


Tradition trifft Moderne: Mozart für Opa

Moderne Technik macht manchmal lustige Sachen möglich. So zum Beispiel dies: Mein Opa feiert morgen seinen 95. Geburtstag. Zu diesem Anlaß wollte mein Vater ihm eine Mozartsonate vorspielen. Dummerweise stellt er erst im Zug fest, daß er die Noten vergessen hat. Er ruft mich also mit dem Handy an (moderne Technik 1) um mich zu bitten nach Musikgeschäften in Frankfurt zu suchen, die noch bis 20:00 Uhr auf haben. Er kommt nämlich auf dem Weg hier vorbei, so dass das gerade noch reichen würde um die Noten zu kaufen.

Dummerweise machen die Musikgeschäfte alle schon um 19:00 Uhr zu, was ich dank Internet (moderne Technik 2) schnell raus hatte. Dabei dachte ich immer Musiker stehen da überhaupt erst auf!

Also wird ein Plan B gesucht. Eigentlich ganz einfach: Er sagt mir, was ich kaufen soll, sind ja noch ein paar Stunden. Dummerweise weiß er nicht mehr, welche Nummer die Sonate hat. Aber er wusste noch, dass es B-Dur war und dass sie in Paris geschrieben wurde. Hm… und eigentlich ist doch das Copyright von dem Zeugs längst abgelaufen… Na, dachte ich mir, das ist doch was, womit Google (moderne Technik 3) was anfangen kann. Und siehe da, man findet schnell ein Köchelverzeichnis und da steht auch der Herkunftsort dabei. Und mit der Nummer findet man dann ebenso schnell eine Seite wo es die Sonate als pdf (moderne Technik 4) und midi (moderne Technik 5) gibt. Und als Bonus gibts sogar noch ein YouTube-Video (moderne Technik 6). Aus dem Bahnhof Nürnberg ruft mein Vater wieder an, ich spiele ihm die Sonate vor und siehe da, es ist die richtige. Also nur noch ausdrucken und morgen einpacken.

Tradition trifft Moderne.