140-Zeichen-Alliterationen

Aus einer spontanen Idee geboren machen wir gerade bei Bleeper/Twitter ein kleines Spielchen: Für jeden Buchstaben des Alphabets eine Alliteration mit genau 140 Zeichen. Ich dokumentiere das mal hier, damit es nicht im Orkus des Webs verschwindet:

A B C D E F G H H I I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z.

Fehlende Buchstaben werden bei Erscheinen dann noch nachgetragen. Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Gerne auch Doppelte.

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Cyborg Musik-Performance

Wer macht hier die Musik? Und wer tanzt dazu? Eine schöne Illustration wie Cyborgs unsere Subjektvorstellungen aufweichen (via und via):


Der erste Hauptsatz der Mediendynamik

Stefan Ripplinger schreibt im Jungle-World-Blog:

„Je schlechter politische Kunst ist, umso genauere Aussagen macht sie über den Zustand von Kultur, Künstler, Kritik.“

Da ist was dran. Ich glaube das liegt daran, dass hier eine Mediengrenze überschritten wird. Politik lässt sich ja durchaus auch als Medium interpretieren. Und da gilt – wie in allen Medien – der „erste Hauptsatz der Mediendynamik“:

Bei jeglichen Überschreitungen von Mediengrenzen ist es immer besser mit einer schlechten Vorlage anzufangen.

Wenn ich ein schlechtes Buch verfilme ist die Gefahr hinter ihm zurückzubleiben nicht sehr groß und man kann die Vorteile des eigentlichen Mediums viel besser zum Tragen bringen. Das ist der Grund weswegen es so wenige Gute Filme von guten Büchern gibt (ganz zu schweigen vom umgekehrten Fall). Andere Beispiele: Es gibts fast keine guten Computerspieladaptionen von guten Büchern oder Filmen. Wer mal Fantasy-Rollenspiele gespielt hat (also die echten, nicht am Computer) wird den Effekt kennen: Die größte Schundliteratur kann zu einem packenden Abend werden aber die wenigen guten Fantasybücher sind fast nicht umzusetzen.

Nun ist heute das Überschreiten von Mediengrenzen ja ökonomische Pflicht. Das könnte mich jetzt zu kulturpessimistischen Tiraden verleiten, statt dessen verweise ich darauf, dass jedes Gesetz eine Ausnahme kennt und das man sich diese zum Vorbild nehmen soll. Das könnte z.B. Douglas Adams und seine vielfältigen Adaptionen von „Per Anhalter durch die Galaxis“ als Hörspiel, Computerspiel, Buch, Fernsehserie sein. Da haben sich die Medien gegenseitig befruchtet, so dass man heute garnicht mehr wirklich feststellen kann, was eigentlich das „Original“ ist.

Nein, den Film hab ich nicht gesehen.

Bildlizenz: CC-BY-NC, Quelle


Große Kunst mit kleinem Zug!

Lino guckt ja grad sehr gerne Kugelbahnen und Holzeisenbahnen auf YouTube an. Das ist für mich natürlich manchmal nicht so wirklich spannend. Aber unter all dem skurilen Zeugs findet man dann dabei doch auch mal wieder solche Perlen:

Selten wurde mit so feinfühligen Mitteln (die Musik! die wechselnden Wagen!) der Übergang vom Fordismus (Fabrik!) zum Postfordismus (Spiel!) so treffend dargestellt. Ich bin zutiefst berührt.