Neues vom Google-Kraken

Scheinbar war das wohl wirklich ein juristischer Bug. Google antwortet hier:

Google’s Rebecca Ward, Senior Product Counsel for Google Chrome, now tells Ars Technica that the company tries to reuse these licenses as much as possible, „in order to keep things simple for our users.“ Ward admits that sometimes „this means that the legal terms for a specific product may include terms that don’t apply well to the use of that product“ and says that Google is „working quickly to remove language from Section 11 of the current Google Chrome terms of service. This change will apply retroactively to all users who have downloaded Google Chrome.“

Wie diese Änderung dann aussehen soll wird man sehen. Trotzdem bleiben noch weitere Bedenken. Der größte Hammer aus meiner Sicht: Chrome ist kein Open Source, obwohl es so beworben wird. Das wird die Community hoffentlich mit einer angemessen heftigen Reaktion beantworten. Das ist ja wohl eine bodenlose Frechheit.

update: Google behauptet wohl auch die Chrome/Chromium-Verwirrung sei nur ein Kommunikationsproblem (siehe dazu das update im Link oben). Nun, da werden die nächsten Tage wohl Klarheit bringen.

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Google Chrome ist ziemlich frech

Also ich gestehe, dass ich normalerweise Lizenzvereinbarungen nicht lese. Bei Google Chrome hab ich mal eine Ausnahme gemacht, weil man da ja Datenkrakenmässig besonders sensibilisiert ist und finde da dann so einen Hammer:

Durch das Übermitteln, Einstellen oder Anzeigen von Inhalten erteilen Sie Google eine unbefristete, unwiderrufliche, weltweit gültige, unentgeltliche und nicht exklusive Lizenz zum Vervielfältigen, Anpassen, Modifizieren, Übersetzen, Veröffentlichen, zum öffentlichen Darstellen und Anzeigen sowie zum Vertreiben sämtlicher mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte.

Mit anderen Worten: Sie können mit meinen Inhalten machen, was sie wollen? Ist sowas üblich?


Microsoft ist doch böse

Leider haben die Leiden eine Fortsetzung erfahren:

Bisher hab ich ja immer vertreten, dass man Microsoft nicht aus moralischen Gründen meiden sollte. Schließlich machen die auch nur ihren Job. Und der Job eines Monopolisten ist es natürlich möglichst viel Profit aus ihrem Monopol zu schlagen. Thats capitalism, stupid.

Heute bin ich eines Besseren belehrt worden. Denn mir fällt kein anderer Grund als simple Bosheit ein, der folgendes Verhalten von Windows-XP erklären könnte:

Wenn man XP installiert wird erst der Bootsektor überschrieben und dann nach dem Lizenz-Code gefragt.

Mit anderen Worten: Wenn die Lizenz-Abfrage scheitert hat man einen Computer, der weder das neue Betriebssystem noch irgendein altes, was schon drauf war starten kann.

Ich hab dabei sogar einige gültige Lizenzschlüssel ausprobiert, aber die gingen alle nicht aus ungeklärter Ursache. Jetzt muss ich warten, bis ich eine neue Version per Post kriege und kann solange meinen Laptop nicht benutzen. Dass ich so lange nicht arbeiten kann, könnte ich ja nun wirklich verschmerzen, aber heute abend nicht WoW zocken zu können, wo ich doch endlich mal ein bisschen Zeit habe, das nehme ich persönlich, Microsoft.

Falls jemand weiß, wie ich mit Knoppix und Lilo oder sowas in der Art die alte Vista-Partition wieder aktivieren kann, der möge sich melden, ich hab nach ein paar Stunden genervt aufgegeben.