Im Ernst: WoW und Sucht

Seid ich hier mal etwas flappsig über World of Wacraft und Sucht geschrieben habe, kriege ich täglich Suchanfragen zu dem Thema. Ich hab da inzwischen ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil tatsächlich manche dieser Anfragen nicht nur dem Medienhype zu entstammen scheinen sondern es wohl Leute gibt, die nach einem Ausweg aus ihrer Misere suchen, weil sie wirklich ein Problem damit haben.

Ich hab dann mal ein bisschen gegoogelt und bin da aber auch nicht wirklich weitergekommen, da findet man meist nur irgendwelche Forendiskussionen. Ein Artikel in der Rundschau hat mir nun immerhin zwei Links verraten. Die geb ich dann hier mal weiter: rollenspielsucht.de, onlinesucht.de. Und wenn es nur dazu beiträgt, dass man die dann in Zukunft bei Google besser findet.

Mir gefallen alle diese Seiten in ihrem Alarmismus nicht wirklich, aber wenn es jemandem hilft, solls mir recht sein.


Danke, Google!

Dieses Blog ist mit der Suchanfrage „wie löst man eine denkblockade auf“ bei Google auf Platz 1. Das kann so bleiben. Danke auch an den anonymen Suchmaschinenbenutzer, der mich via Referer darauf aufmerksam gemacht hat.

Ansonsten drehen sich hier die meisten Suchmaschinenreferer um „Dagmar Metzger“ in allen möglichen Varianten und um „WoW Suchtberatung„. Bei letzterem kriege ich langsam ein schlechtes Gewissen. Da kommen womöglich Leute mit einem echten Problem hier her und fühlen sich verarscht. Das sollte nicht so bleiben. Vielleicht kennt ja jemand Seiten, die da wirklich kompetent sind? Über Google findet man da nämlich tatsächlich auf den ersten Blick nur so Schrott wie meinen.

Ansonsten hier noch eine Runde des allseits beliebten Referer-Quiz-Spiels mit Suchanfragen aus der letzten Zeit, die bei mir aufschlugen:

„wer hat eine gamecard zu verschenken“ … nein, grad nicht, danke. Aber vielleicht könnte man da weiterhelfen, wenn man die Süchtigen an die Gamecardsucher vermittelt?

„playmobil figuren weltkrieg“ … machen die jetzt auch Kriegsspielzeug? Dabei heißt es doch hier:

„Tabu ist Kriegsspielzeug und jede Form von Ge­walt und Brutalität. Das Playmobil-Uni­versum ist eine heile Welt, in der jede Fi­gur mit einem Lächeln geboren wird. „

„marxist analysis of contemporary capital“ … hm… hier eigentlich nicht wirklich. Dafür ist doch eher keimform.de zuständig.

„benni ist blöd“ … Nein! Bin ich nicht!

„gewinner wow dreijähriges noch nicht ve“ … Das hätte ich ja jetzt schon gerne gewusst, wie das weiterging.


Der neue Trend: Blogbetteln

Erstaunlich. Bloggen macht süchtig. Süchtig nach Traffic. Da fallen dann schnell alle Schamgrenzen. Haste mal nen Kommentar? Oder gar nen Link?

Na, dann sei das jetzt auch mein Beitrag zu diesem elenden Unterfangen.


WoW: Sucht im Postfordismus, Arbeit im Spiel

So, ich hab es also tatsächlich getan. Ich hab mir wieder eine Gamecard gekauft. Tja, was soll ich sagen, nach kurzer Eingewöhnungszeit war es eigentlich so, als sei ich nie weg gewesen. Zum Glück noch der selbe Character, obwohl Blizzard nur sechs Monate lang das Überleben garantiert. Die selben netten Leute, nur jetzt halt mit ihren Twinks und mit Sprachchat. Letzteres macht natürlich schon ein ganz neues Spielgefühl aus. Man kann sich schneller absprechen, wartet nicht mehr so ewig rum bis alle rumgetippert haben, was jetzt passieren soll. Ein echter Fortschritt (ja, ich weiß, Teamspeak gibts schon länger, hatte ich halt nur nicht). Was auch neu war: Ich hab jetzt einen Rechner, der die Hardwareanforderungen nicht nur gerade so erfüllt und somit die Grafik auch nur gerade so darstellen kann, sondern der fast auf Maximaldetail laufen kann. Das macht auch einen Riesenunterschied, gerade am Anfang, wenn man sich wieder umguckt und später beim Sightseeing (für mich ja eines der wichtigsten Momente bei dem Spiel). Der Wald von Elwyn aus der Vogelperspektive ist eben doch interessanter, wenn man mehr als nur die Baumwipfel sieht. Im eigentlichen Spiel macht es natürlich nicht so einen Unterschied. Den Rest des Beitrags lesen »