Gorbatschow im weißen Haus

Glasnost („Offenheit“) und Perestroika („Umbau“) hat er Ende der 80er versprochen. Zwanzig Jahre später sind sie nun auch im weißen Haus angekommen. Obama verspricht eine neue „Ära der Offenheit“ und „Change“ war ja schon sein alles beherrschendes Wahlkampfmotto. Bei Gorbatschow war das der Anfang vom Ende eines alten überlebten Systems, weil die Offenheit dazu führte, dass nicht mehr zu übersehen war, das der Umbau zu spät kommt um die Systemkrise aufzuhalten. Mit einem alten und überlebten System in der Krise hat es auch Obama zu tun. Hat er von seinem Vorgänger im Osten gelernt? Wer wird der Jelzin von Washington? Bleibt uns diesmal ein Tschernobyl erspart?

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Frecher geht immer!

Wer geglaubt hatte die Sozialisierung der Verluste der Finanzbranche sei schon eine bodenlose Frechheit wird jetzt belehrt, dass es wohl offensichtlich noch frecher geht. Die Financial Times Deutschland schreibt:

Die vom US-Rettungspaket in der Finanzkrise unterstützten Banken schütten laut einem Zeitungsbericht rechnerisch mehr als die Hälfte der Milliardenhilfen als Dividenden an ihre Aktionäre aus. Statt in die dringend nötige Wiederbelebung der Kreditvergabe fließe das Geld so mit staatlichem Segen an die Anteilseigner, berichtete die „Washington Post“ am Donnerstag. Die bislang am Rettungspaket beteiligten 33 Finanzhäuser planten aktuell Quartalsdividenden von zusammen rund 7 Mrd. $. Auf die nächsten drei Jahre hochgerechnet sei das mehr als die Hälfte der vom Staat bislang in die Institute investierten Summe von gut 163 Mrd. $, so die Zeitung.

Das nenn ich mal Umverteilungspolitik!

Den Originalartikel kann man leider nicht direkt verlinken. Über die Homepage der Washington Post ist er allerdings zugreifbar.


American Mom in 3’15“

Leider versteh ich nur die Hälfte, aber ich denke, die andere Hälfte kann man sich vorstellen.
Eigentlich lustig (oder vielmehr traurig), wie ähnlich sich die Sprüche im Deutschen und im Englischen sind.