Verblüffende Fakten (8)

Ich hab mal wieder einen verblüffenden Fakt gefunden. Und zwar diesmal in „Kollaps“ von Jared Diamond auf Seite 605. Zumindest war mir das neu. Dort wird geschildert, dass es eine „Photosyntheseobergrenze“ gibt. Damit ist gemeint, dass nur eine begrenzte Menge der einfallenden Sonnenenergie auf der Erde durch Photosythese aufgefangen werden kann. Schon 1986 wurde geschätzt, dass etwa die Hälfte der weltweiten Photosynthesekapazität vom Menschen genutzt (zB. für Landwirtschaft oder Golfplätze) oder umgeleitet (zB. durch Straßen und Gebäude) wird. Schon Mitte dieses Jahrhunderts soll die Photosyntheseobergrenze der Landmassen aufgebraucht sein aktuellen Schätzungen zu Folge.


Verblüffende Fakten (7)

Macao ist ein kleines Land (ok, nicht mal wirklich ein Land). Das ist nicht das interessante. Kleine Länder gibt es viele. Dieses hat aber die verblüffende Eigenschaft zugleich das Land mit der höchsten Bevölkerungsdichte und der höchsten Lebenserwartung zu sein. Vielleicht liegts ja an der florierenden Glücksspielindustrie?

Quelle


verblüffende Fakten (6)

Bis ins 19. Jahrhundert hinein ist die Artenvielfalt in Europa kontinuierlich gestiegen und zwar nicht trotz sondern wegen des Menschen. Ein vorher einheitlicher Lebensraum (Wald, Wald und nochmals Wald) wurde durch den zunehmenden Ackerbau kleinteilig parzelliert und es entstanden ganz neue Lebensräume (Hecken, Wiesen, Felder), die zur Einwanderung von Arten aus anderen Regionen führten.

Offene Frage: Wie passt das zum verblüffenden Fakt Nr. 2?

Quelle: „Die Grenzen des Kapitalismus“ S.36


verblüffende Fakten (5)

Bio-Rindfleisch ist deutlich schlechter fürs Klima als konventionelles Rindfleisch. Ich vermute, das liegt an den länger Methan pupsenden Kühen. Leider gibt die Quelle, eine Foodwatch-Studie, dazu nichts her. Ansonsten bringt die Biolandwirtschaft einen kleinen Klima-Vorteil. Wirklich helfen tut aber nur vegane Lebensweise. Das wäre für mich als Carnivore ein ziemlich hartes Brot. Oups, sorry für das schlechte Wortspiel.

Auch interessant:

„Regional“ muss nicht gut für das Klima sein. Die Zuversicht, wer Produkte aus seiner Region kauft, trüge am ehesten zum Klimaschutz bei, weil etwa durch den Transport verursachte Klimagase entfallen, ist sehr oft eine Illusion. Ein bekanntes Beispiel ist der konventionell erzeugte Apfel, der mit dem Schiff von Neuseeland nach Deutschland transportiert und in Hamburg verzehrt wird. Er schädigt weniger das Klima als ein ökologisch hergestellter Apfel aus Südtirol, den ein Hamburger Konsument kauft. Transportkosten, von Flugkosten abgesehen, fallen bei Nahrungsmitteln relativ gering ins Gewicht, weder vom
Energieverbrauch noch vom Kostenanteil her. Entscheidend sind meistens die Herstellungsbedingungen und die Produktion.

(via)


verblüffende Fakten (4)

Ok, das ist vielleicht nur für jemanden verblüffend, der – so wie ich – noch in der guten alten kalten-Krieg-Zeit aufgewachsen ist:

Deutschland hat höhere Rüstungsausgaben als Russland.

Irgendwie komme ich wohl noch nicht so ganz damit klar Großmacht-Steuerzahler zu sein. Vielleicht kann man das operieren?

Na zu der widerlichen Fahneninvasion auf den Straßen passts ja auch.


Verblüffende Fakten (3)

Das islamische Land mit den wenigsten Menschen, die einmal pro Woche einen Gottesdienst besuchen: Iran (27%). Quelle: Jungle World

Theokratie als Königsweg zum Atheismus? Vielleicht garnicht mal so abwegig. Womöglich ist ja das langfristig attraktive an der Religion eben gerade, dass sie Identität stiftet ohne sich zu sehr mit der Macht einzulassen?


Verblüffende Fakten (2)

„Um 1200 gab es weniger Wälder in Deutschland als heute.“

Quelle: „Groß Winseln und Wehklagen“ von Wolfgang Behringer in „Kulturaustausch – Zeitschrift für internationale Perspektiven“ 11/2008