Das Ende von Post und Neo?

Der Neoliberalismus wird ja schon allerorten zu Grabe getragen. Jetzt soll auch die Postmoderne gleich mit sterben gehen. Sagen zumindestens diejenigen, die sie scheinbar nie verstanden haben (auch wenn ich mich natürlich dem Wunsch anschließe anstatt immer neue Säue durchs akademische Dorf zu jagen mal auf die richtige Saujagd zu gehen).

Na, mir solls recht sein. Komisch, dass bei diesem oberflächlichen Postmodernenbashing immer nur von Lyotard, Derrida und Baudrillard aber nie von Foucault und Deleuze die Rede ist. Vielleicht trennt sich ja dann endlich mal die Spreu vom Weizen anstatt immer alles in einen Topf zu rühren.

Ist das jetzt also das Ende der Vorsilbenzeit? Wir werden wohl eher noch eine Weile mit dem Post-Neoliberalismus und der Neo-Postmoderne leben müssen. Zumindestens so lange bis endlich was wird aus dem Proto-Kommunismus.

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Volker Strübing erfindet „Das Paradies am Rande der Stadt“

Cover von “Das Paradies am Rande der Stadt”Das Multi-Media-Genie Volker Strübing hat mich ja schon vor Wochen zum sabbernden, glücklich grinsenden Fan degradiert. Nachdem ich alle Videos gesehen hatte und mich auch seine regelmässigen Blogbeiträge nicht mehr befriedigt haben, konnte ich nicht anders und musste auch seinen ersten Roman bestellen. Ich hab nur ein paar Stunden gebraucht um dieses postmoderne Meisterwerk wegzuzutzeln, denn „Das Paradies am Rande der Stadt“ ist eine extrem gelungene Mischung aus „Per Anhalter durch die Galaxis“, „Matrix“, „Neuromancer“ und natürlich auch einer guten Portion „Kloß & Spinne“, womit das Urteil eigentlich schon gesprochen ist: Lesebefehl!

Zur Einstimmung hier schon mal die Hymne der „Kirche Des Wahren Namen Gottes“.

Nur eine Frage bleibt offen: Was ist eigentlich mit Norbert passiert?


Programmieren und Magie

Es gibt da eine ganz komische Magie der Problemlösung. Am häufigsten merke ich das beim Programmieren. Ich quäle mich mit einem Problem rum, mal Minuten, mal Tage, mal sind es einfache Probleme, mal schwere. Irgendwann komme ich an einen Punkt, an dem ich nicht mehr weiter komme und mir fachmänische Hilfe suche. Ich frage also irgendjemanden, von dem ich meine dass er oder sie mir helfen könnte, weil er oder sie sich besser mit diesem speziellen Problem oder dieser speziellen Programmiersprache auskennt. Ganz oft ist das dann schon der Moment an dem ich selbst die Lösung finde. Scheinbar löst schon das Sich-eingestehen der Unvollkommenheit und der Hilfebedürftigkeit oft die Denkblockade auf, was immer das auch gerade gewesen sein mag. Vielleicht ist es nur ein Spezialfall des Problems, dass man etwas erst dann erreicht, wenn man es nicht mehr ums verrecken erreichen will (das meinte Frauke). Oder ich muss einfach früher fragen (das meinte Thomas). Geht euch das auch manchmal so (sei es jetzt beim Programmieren oder bei irgend etwas anderem) oder ist das eine spezielle Benni-Krankheit?

And now to something completely different: In einem Blog-Eintrag zum Thema „Programmieren und Magie“  darf der Hinweis natürlich nicht fehlen, dass Perl, die erste potstmoderne Programmiersprache (und immer noch ungeschlagene Führerin in dieser Disziplin),  heute 20 Jahre alt wird! Ganz schön alt fühlt man sich da…